Microbiology II

Biologische Entfernung von Sauerstoff

Das Prinzip beruht auf der Tatsache, daß ein fakultativ aerober MO, in diesem Fall eine Hefe, den Sauerstoff verbraucht, eine CO2 Atmoshäre schafft, und somit das Wachstum eines Anaerobiers zulässt. Ähnlich der chemischen- wird auch bei der biologischen Variante der Anaerobiertopf verwendet um einen zusätzlichen
Sauerstoffeintritt zu verhindern.

Chemisches Verfahren zur Schaffung einer sauerstofffreien Atmosphäre

Da Anaerobier nur in Abwesenheit von Sauerstoff überleben können, ist die Schaffung einer sauerstofffreie Atmosphäre ein unerläßliches Mittel um diese kultivieren zu können. Man bedient sich eines sog. Anarobiertopfes. Um einen Anarobiertopf 100 % Luftdicht zu bekommen, bzw, den eingeschlossenen Sauerstoff zu verwerten, verwendet man einen Gasentwickler (z.b. GasPack), der den vorhandenen bzw. eintretetenden Sauerstoff durch die Abgabe von Wasserstoff zu Wasser reduziert. Ein Kontakt der beimpften Platte mit Sauerstoff ist durch diese chemische Methode auszuschließen. Eine Kontrolle des Luftausschlusses gewährleistet ein Methylenblau-Redoxindikator.

Stichkultur

In einem sich in einem Reagenzglas befindlichem Thioglykolat-Agar wird eine MO "eingestochen". Entlang des Einstichkanals bildet sich eine O2 Gradient. Aufgrund dem des Gradienten entsprechendem Wachstum kann auf die Sauerstofftolleranz des MO's geschlossen werden. So wachsen z.B. aerobe MO's oben und Anarobier unten.

Luftanalyse - Sedimentationsverfahren

Luftkeime fallen im Raum aufgrund der Schwerkraft mit der Zeit nach unten, sie sedimentieren. Diese sedimentierenden Keime können aufgefangen werden. Bei steigender Öffnungszeit (5,10,30,60 min) steigt die Anzahl der Keime und somit die statistische Auswertbarkeit. Außerdem muss zwischen Hefen und Bakterien differenziert werden. Es sind also 2 in ihrer Zusammensetzung unterschieldiche Agare zu wählen. (YEPD + ST-I)